Dual Genial

Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages unter rund 2.000 Unternehmen aus dem Mai 2015 gaben 47 Prozent der Befragten an, dass Berufseinsteiger mit einem Bachelor-Abschluss den unternehmerischen Erwartungen nicht gerecht werden. Die Gründe: zu wenig Praxisorientierung, fehlende Methodenkompetenz, Mangel an sozialer und persönlicher Kompetenz. Zudem klagen die Hochschulen über eine zu hohe Abbrecherquote von 30 Prozent unter den Studierenden. Hier setzt "dual genial" an.

Die Vorteile:

Unternehmen sichern sich im Wettbewerb um Nachwuchskräfte frühzeitig und langfristig Fach- und Führungskräfte. Sie gewinnen für ihre unternehmerische Zukunft hochmotivierte und leistungsbereite Studierende, die für ihre spätere Tätigkeit optimal eingearbeitet und vorbereitet werden. Durch die viereinhalbjährige Partnerschaft entwickeln die jungen Leute eine hohe Verbundenheit zum Unternehmen. Durch den engen Kontakt und die Nähe zwischen Nachwuchskraft und Firma ist ein Studienabbruch quasi ausgeschlossen. Und selbstverständlich profitiert das Unternehmen ebenso wie die Hochschule vom beidseitigen Technologietransfer.

Warum eine Ausbildung integrieren?

Der formale Abschluss zum/zur Industriemechaniker/in ist kein Titel für die Visitenkarte. Dennoch macht er den Unterschied. Durch die während der Ausbildung erlernten Fertigkeiten und Kenntnisse werden die beruflichen Grundlagen gelegt. Von diesen fundierten Praxiskenntnissen profitieren die späteren Fach- und Führungskräfte an jedem Tag ihres Berufslebens.

Die Eckpunkte:

Die kombinierte Ausbildung mit Studium nach „dual genial“ dauert 4,5 Jahre statt 6 Jahren (2,5 Jahre Ausbildung plus 3,5 Jahre Studium inkl. Abschlussarbeit). Nach dem Abschluss verfügen die Studierenden über zwei Abschlüsse: den Abschluss des Industriemechanikers bzw. der Industriemechanikerin und des Bachelors of Science im Maschinenbau.

Vor Beginn der kombinierten Ausbildung mit Studium nach „dual genial“ werden ein Ausbildungs- sowie ein Arbeitsvertrag mit Fördervereinbarung beschlossen. Danach erhalten die Nachwuchskräfte eine Ausbildungsvergütung für die Zeit während der Ausbildung sowie während der reinen Studienphase eine Vergütung plus Studienbeihilfe. Im Gegenzug verpflichten sich die jungen Leute zu einem auf maximal 36 Monate befristeten Arbeitsverhältnis im Partnerunternehmen.